Das völlig bescheuerte Bordcomputer-Projekt-Teil 3: Skol! Wir testen den Momentanverbrauch

Nacheinander codiere ich am BC über die Abbrechnasen die Motortypen. Dabei wird dem BC weiterhin weis gemacht, er bewege sich mit konstanten 100km/h nach vorn.

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Mein Motor (B18U lt. Werkstatthandbuch): 0,393l/min

Der Turbo (lt. BC):                               0,633l/min (19l/h bei 100km/h)

Der Sauger B18E:                               0,476l/min (14,3l/100km)

Der leistungsgesteigerte B18FP:             0,66l/min (19,8l/100km)

 

Selbst wenn ich den B18E nehme, vertut sich der Bordcomputer beim Momentanverbrauch immer noch um gut 21%. Das ist ziemlicher Mist- Man müsste also ein kleines Vorschaltgerät bauen, was genau die 21% konstant vom Einspritzsignal abzieht, bevor es zum BC gelangt. Ein einzelner Einspritzimpuls von meinetwegen 100ms Länge würde von dem Gerät aufgezeichnet und um 21% (auf 79ms) verkürzt an den BC weitergegeben. Das wäre mit einem Microcontroller machbar, so was kann ich.

Bleiben nun noch das enorm ärgerliche Problem des zu kleinen Tanks, was sich leider nicht durch einen elektrischen Trick ändern lässt und die Sache mit dem Geschwindigkeitssignal.

Klar ich habe die Geschwindigkeit sehr einfach simulieren können, aber eine Service-Mitteilung zum optionalen Tempomat spricht eine klare Sprache: Es gäbe einen Tempomat für „elektronische“ und einen für „mechanische“ Tachometer. Das mechanische Tacho setzt die Tachowellendrehung zwar in ein elektrisches Signal um- im Tacho und gibt dieses sogar bis an das Motorsteuergerät weiter, aber keine Sau schien es für nötig zu halten die beiden Systeme, was das Geschwindigkeitssignal angeht kompatibel zu machen. Komisch, nun mussten die 2 verschiedene Tempomaten erfinden (die ja auch anhand dieses Signals wissen wollen wie schnell man fährt), also ich hätte das nicht übers Herz gebracht.

Das „falsche“ Tachosignal könnte man auch wieder umformen, wie schon bei der Idee für das Einspritzsignal, aber nun wird das doch eine unheimliche Menge Pfusch und es stellt sich langsam die Frage ob ich die „Intelligenz“ hinter dem schicken Infocenter-Instrument nicht gleich komplett selber baue zumal auch die BC-Platine nicht mehr an Ort und Stelle verbleiben kann (da sitzt bei mir nämlich der Schraubanschluss für die Tachowelle).

Spätestens jetzt wird klar: es muss noch ein Tacho gekauft werden, diesmal ein mit meinem im Auto baugleicher. Man will ja nicht am offenem Herzen operieren oder gar wochenlang ohne Tacho rumfahren, weil der noch oben am Frequenzgenerator angeschlossen ist, Herr Wachtmeister.

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blackengineer

blackengineerHier soll ich nun also Halbwahrheiten über mich verkünden: Es gab einmal den schönen Spruch "Wir sind die geworden, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben". Das trifft die Sache allerdings nicht unbedingt im Kern. Aber von vorn: Ich bin durch die Hölle gegangen, was in Fachkreisen auch "Studium der Elektrotechnik" heißt, und nun Ingenieur. Entgegen der landläufigen Meinung bin ich auch in der Lage, Dinge nicht ironisch auszudrücken (siehe letzter Satz), was aber für diesen Blog weitestgehend ignoriert werden darf. Das Studium fand in Dresden statt, wo ich auch meine Freundin Sarah fand, ohne die dieses Stück Internet nie entstanden wär. Ich bin ein vielinteressierter Geist und spiele gern mit Gedanken, Worten und... naja, hin und wieder auch gern Computer ;) Die Leidenschaft für alles, was mit Strom funktioniert, habe ich seit Kindesbeinen, was meinen Eltern sicher noch erschreckend bewusst sein dürfte, und da waren dichte beißende Lötdampfschwaden aus dem Keller, explodierende Kondensatoren vorm Frühstück und leidlich mit Tesafilm isolierte 230V-Stromkabelverbindungen (funktioniert bis heute!) noch harmlose Beispiele (man erinnere sich an den oben angebrachten Spruch) . Man ist mittlerweile professioneller geworden, stolzer Besitzer eines immer weiter wachsenden privaten Elektroniklabors und momentan - in Dublin: Der eigentliche Aufhänger für unseren Blog, wobei ich fürchte, dass dieser weiter wuchern wird, wenn wir im Dezember wieder deutschen Boden unter den Füßen haben. Was mache ich hier? Diese Frage wird ausführlich in den Artikeln dieser Site bearbeitet, nur kurz: Ich bin sowas wie die Geheimwaffe des Trinity Colleges für und gegen alle analogtechnischen Probleme und Entwicklungen. Eine letzte Frage sollte ich hier noch klären: WARUM DIESER NICK? ...Es begab sich, dass ich meine Hose wusch, und dieses kurzbeinige Exemplar schwarzer Baumwolle aus einem szeneeinschlägig bekannten Bekleidungsgeschäft trug diesen Namen. Klasse, dacht' ich mir, das passt zu dir – außerdem find' dich über Google keiner – dieser Nickname, das wird meiner.View all posts by blackengineer →

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